Aussichtspunkt in Erinnerung an Carl Lutz

Der malerische Aussichtspunkt in Erinnerung an den Schweizer Diplomaten Carl Lutz, der während des Holocausts über 60'000 Juden vor dem sicheren Tod gerettet hatte, wurde feierlich eingeweiht.

«Die Regeln des Lebens sind stärker als die Regeln, welche von Menschenhand gemacht sind», sagte Agnes Hirschi, Tochter von Carl Lutz anlässlich der emotionalen Eröffnungsfeier im Schweizer Wald hoch über Tiberias.

Eine illustre Runde war zugegen, um den Schweizer Diplomaten für seine mutigen Taten während des Zweiten Weltkrieges zu ehren: Jean-Daniel Ruch, Schweizer Botschafter in Israel, Arthur Braunschweig (B’nai B‘rith Schweiz) und Schmuel Kahn, Basel (B‘nai B‘rith Jugendorganisation) waren einige von ihnen.

Tochter Agnes Hirschi war extra aus der Schweiz angereist. Auch von Carl Lutz gerettete Holocaust-Überlebende waren zugegen, wie etwa Mordechai Neumann: «Carl Lutz war vom Himmel geschickt worden, um Juden zu retten, die bereits auf dem Weg in die Todeslager waren. Dabei riskierte er nicht weniger als sein Leben». Esther Kaufman, heute 87 Jahre alt, verdankt ihr Leben dem Schweizer Diplomaten, der damals in Budapest stationiert war. Heute lebt sie in Israel, ist Mutter von zwei, Grossmutter von neun und Urgrossmutter von 26 Nachkommen.

KKL-Weltvorsitzender Daniel Atar ehrte Carl Lutz als einen der prominentesten «Gerechten unter den Völkern». «Er wird für immer als edler Held in Erinnerung bleiben, der sein Leben und das seiner Familie für andere riskierte, während um ihn herum die schlimmsten Gräueltaten verübt wurden».

KKL-Schweiz-Präsident Arthur Plotke rief an der Zeremonie dazu auf, den wunderschönen Aussichtspunt mit dem atemberaubenden Blick über den Kinneret-See zu geniessen. «Es gibt keinen schöneren Ort, um an den wundervollen Karl Lutz zu erinnern, der mit seinen mutigen Handlungen als Einzelperson, den Lauf der Geschichte zu verändern vermochte.»

Hier geht es zum Film.

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