Chanukka 2018

Channuka wird dieses Jahr vom 3. Bis 10. Dezember gefeiert. Wer während des Lichterfestes in Israel ist, hat möglicherweise die Gelegenheit, einen Ausflug zum Ayalon-Kanada-Park unweit von Jerusalem zu machen. Neben vielen landschaftlichen Schönheiten gibt es hier auch Historisches zu sehen: Hier fanden nämlich kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den Hasmonäern (Makkabäern) und den Seleukiden (Griechen) unter Antiochos III. statt. Wer sich die Gegend zwischen Bet Horon und Emaus näher betrachtet, kann sich auch die Auseinandersetzungen der Makabäer in den Jahren 167 bis 165 v.d.Z. in Erinnerung rufen, auf welche die Channuka-Geschichte hauptsächlich zurückgeht.

Der Ayalon-Kanada-Park

Der Ayalon-Kanada-Park verdankt seinen Namen zum einen dem Ayalon-Tal sowie zum anderen den Freunden vom KKL Kanada. Dies aus Anerkennung für ihre grossen Verdienste im Laufe der Jahre für den Jüdischen Nationalfonds. Dieser liegt eingebettet in eine Kombination einer grünen Landschaft, Wäldern und vor allem Fruchtbäumen – diese Kombination zieht sich durch das gesamte Gebiet rund um das Ayalon Tal. Es gibt aber neben dem hohen Erholungswert des Parks aber auch faszinierende historische Sehenswürdigkeiten im und rund um diesen Park zu sehen. Etwa ein Aquädukt, Grabhöhlen, geheime Tunnels sowie eine Kreuzritter-Burg aber auch Kirchenruinen. Dem kanadischen Freundeskreis des KKL sind die Fruchtbäume im Park sehr wichtig, weshalb er dort noch weitere gepflanzt hat. Zusammen mit lauschigen Punkten und Picknick-Abschnitten machen sie die Attraktivität des Parks zu einem schönen Teil aus.
Im Maayanot Tal gibt es viele Erholungspunkte mit der Idee, Freizeit-Aktivitäten in natürlicher Umgebung anzubieten; dazu gehört auch ein künstlicher See.

Für historisch Interessierte ist diese Gegend eine regelrechte Trouvaille: Viele Kämpfe wurden hier ausgetragen, weil viele Armeen von diesem Tal Besitz ergreifen wollten; nicht zuletzt, da viele Heerführer diesem Ort einen grossen strategischen Wert zuschrieben. Eine der herausragendsten Schlachten war diejenige zwischen Joschua und den kaanitischen Königen, die mit dem berühmten Ausruf: «Sonne, stehe still in Givon und der Mond im Ayalon Tal» (Joschua 10:12) in die Geschichte eingegangen ist. Und eben immer wieder die Chanukka-Geschichte, die von diesem Ort nicht wegzudenken ist: hier fanden auch grosse Kämpfe zwischen den Hasmonäern und den Seleukiden im 2. Jahrhundert v.d.Z., genau zwischen den Jahren 167und 165, statt. Juda, der Sohn von Mattitjahu, kämpft mit seinen Aufständischen gegen die Seleukiden und trotzte diesen trotz deren Übermacht einen Waffenstillstand ab. In der Folge kommt es dann zur Befreiung von Jeruschalajim.
Im späteren 7. Jahrhundert diente die Gegend auch den frühen islamischen Armeen als Zentrum. Ebenso wie die Kreuzritter, auch sie betrachteten das Ayalon Tal als einen wichtigen strategischen Punkt. Weshalb sie in Latrun ein Fort bauten, Les Toron des Chevaliers, also das Schloss der Ritter.
Sehr viel später, nämlich im Unabhängigkeitskrieg Israels von 1948, fanden hier erbitterte Kämpfe zwischen den israelischen und den jordanischen Streitkräften um die Herrschaft über Jerusalem statt. Die Geschichte wiederholte sich also bis zu einem gewissen Punkt, hier lässt es sich anschaulich betrachten.

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